Aktuelle Forschung

[1] „Auch biologisch gibt es viele Geschlechter“: Forschung zu biologischen und medizinischen Geschlechtertheorien

„Ein Denken von Entwicklung, eine Betonung von Entwicklungsprozessen geht ab von wenigen kleinen vorbestimmenden Einheiten. Vielmehr wird es notwendig, den gesamten Organismus und dessen Wechselwirkungen mit der Umwelt zu betrachten. […] „Gene“, DNA sagen eben nicht die Entwicklung eines Organismus bzw. hier eines „Genitaltraktes“ voraus. Vielmehr stellen sie lediglich einen Faktor im komplexen Zusammenspiel von Faktoren der Zelle dar.“ (Sichworte: Vielfalt der Geschlechter, geschlechtliche Vielfalt; Voß 2010)

Einführender kurzer Beitrag und Interviews: Tagesspiegel / Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung / DRadio Kultur / Chrismon

Einführender Aufsatz: „Angeboren oder entwickelt? Zur Biologie der Geschlechtsentwicklung“ (pdf-Datei)

„Making Sex Revisited“ jetzt als Volltext online: Das zentrale Grundlagenbuch gibt es jetzt über OPEN-ACCESS als Volltext: Buch „Making Sex Revisited“ als PDF-Datei (DOI)

Ausführlich zum Thema Geschlecht und Biologie sowie zu ihrer gesellschaftlichen Einbindung, Bücher: Making Sex Revisited (3. Aufl., Rezensionen hier) / Geschlecht (3. Aufl., Rezensionen hier)Queer und (Anti-)Kapitalismus (2. Aufl., Rezensionen hier) / Schwule Sichtbarkeit – schwule Identität: Kritische Perspektiven (Rezensionen hier)

 

[2] „Grenzen achten“: Forschungen zu sexueller Selbstbestimmung und sexualisierter Gewalt (BMBF, „Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Einrichtungen“)

„Erst im Jahr 2000 wurde in den Paragrafen 1631 des Bürgerlichen Gesetzbuches eine Passage aufgenommen, die das Recht von Kindern auf gewaltfreie Erziehung formuliert: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ Zuvor galt in Deutschland „eine Ohrfeige“ oder „ein Klaps auf den Po“ als probates erzieherisches Mittel. Das ist heute erfreulicherweise anders. Das lässt sich auch empirisch messen…“ (Tagesspiegel)

Einführende Beiträge: Süddeutsche Zeitung / Tagesspiegel / DRadio Kultur

BMBF-Forschungsprojekt „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung”, gefördert im Rahmen der BMBF-Förderlinie „Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Einrichtungen“: Informationen und Poster zum Projekt

Bonner Ethik-Erklärung „Empfehlungen für die Forschung zu sexueller Gewalt in pädagogischen Kontexten“

Curriculum der Junior- und Forschungsprofessuren – Entwurfphase (vorgestellt bei der Pressekonferenz des UBSKM, offen für Anregungen)

Erster Bericht aus der Förderlinie:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hg.): Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten: Forschung zu Prävention und Schutzkonzepten.

Sexualwissenschaftliche und sexualpädagogische Fortbildungs- und Weiterbildungsangebote in Kooperation mit der Weiterbildungsagentur der Hochschule Merseburg (Katalog)

 

[3] TRASE – Training in Sexual Education for People with Disabilities (EU, Erasmus+)

Training in Sexual Education for Persons with Disabilities (TRASE) is a project funded by the European Commission’s Erasmus+ programme. The project aims at devising a course to train those delivering sexual education to persons with learning difficulties. It follows on from the outcomes of the SEAD project (Sexual Education for Adults with Disabilities), which developed tools and materials for sex education in cooperation with people with disabilities. TRASE therefore seeks to develop and evaluate how best to use adapted and creative tools to maximise the engagement and understanding of persons with learning difficulties. This ultimate objective is to empower them by giving them access to essential information about sex, sexuality and relationships.

Professionals agree that a training course is necessary for people who conduct sexual education for people with intellectual disabilities. TRASE offers a stepping stone in giving Europeans with learning disabilities the possibility to make informed personal choices, including the choice to engage in romantic relationships, get married and start a family.

Article 23 of the United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities (UN CRPD) provides that people with learning disabilities have a right to “found a family”, “freely decide on the number and spacing of children” and “retain their fertility on an equal basis with others”. Furthermore, Article 25 on Health, upholds that “free and informed consent” must be the basis of providing healthcare, including reproductive health.

Hochschule Merseburg, University of Applied Sciences (Germany) is the leading organization (Project manager: Prof. Dr. Heinz-Juergen Voss; Project coordinator: Lena Lache). The TRASE partners are the following: Autism-Europe (Belgium), Agrupamento de Escolas de Oliveira do Bairro (Portugal), Kauno neigaliojo jaunimo uzimtumo centras (Lithuania), ELearning Studios (United Kingdom), Université de Luxembourg (Luxemburg), Institute for Sex Education Vienna (Austria).

To find out more, visit the TRASE project website by clicking here.

 

[4] Weitere aktuelle Forschungsprojekte

„Kulturelle Medienbildung an (Ganztags-) Schulen“ im Landesschulversuch „Kulturkompass für Schulen – Treffpunkte in der Bildungslandschaft“ (Drittmittel Land Sachsen-Anhalt; gem. mit Prof. Dr. Johann Bischoff, Katja Podzimski, Hochschule Merseburg)

„Evaluationsforschung zu Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt“ (Drittmittel EFRE, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung; gem. Prof. Dr. Harald Stumpe, Prof. Dr. Konrad Weller, Prof. Dr. Ulrike Busch)

„Mediensysteme in der Hochschul- und Fachdidaktik-, Evaluations- und (Schul-) Kulturforschung: Wissenschaftsfernsehen“ (Drittmittel EFRE, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung; gem. mit Prof. Dr. Johann Bischoff, Kai Köhler-Terz, Thomas Grabmann)

„Frauen in der Wissenschaft“ (Drittmittel Land Sachsen-Anhalt; gem. mit Kathrin Stritzel, Hochschule Merseburg)

Forschungs- und Publikationsprojekt „Schwule Sichtbarkeit – schwule Identität“ (Buch erscheint 03/2016 im Psychosozial-Verlag; gem. mit Dr. Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter)

[Weitere Drittmittelprojekte in Vertragsunterzeichnung und Vorbereitung]