Aktuelle Forschung

[Aktuell] Video „Antifeminismus – Resilienzstrategien gleichstellungspolitischer Akteur*innen – Erfahrungen aus Ostsachsen“

Antifeminismus wird seit einigen Jahren verstärkt als gesellschaftliches und politisches Phänomen untersucht – etwa mit Blick auf Einstellungen, Mobilisierung und digitale Diskurse. Weniger sichtbar ist bislang, wie sich antifeministische Dynamiken im Arbeitsalltag niederschlagen: als strukturelle Dauerbelastung, die Ressourcen bindet, Handlungsspielräume verengt und Gleichstellungsarbeit zunehmend unter Druck setzt. Die Sozialpädagogin und Sexualwissenschaftlerin Nicole Maziarka hat hierzu gleichstellungsorientierte Akteur*innen in Ostsachsen interviewt und untersucht, wie sie unter diesen Bedingungen handlungsfähig bleiben – und welche individuellen und kollektiven Strategien sie entwickeln. Im Vortrag stellt sie zentrale Ergebnisse ihrer Forschung vor und diskutiert, warum Gleichstellungsarbeit zugleich auch Demokratieschutz ist. Es schließt sich ein Gespräch an, moderiert von Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg). In der Mediathek des Offenen Kanal Merseburg-Querfurt:

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[1] Sexuelle Bildung für das Lehramt sowie interkulturelle und intersektionale Aspekte Sexueller Bildung

  • Im Projekt „Sexuelle Bildung für das Lehramt (SeBiLe)“, gefördert vom BMBF, fand eine quantitative und qualitative Untersuchung zur curricularen Verankerung der Themenfelder Sexuelle Bildung und Prävention von sexualisierter Gewalt im Lehramtsstudium statt, anschließend eine Curriculumsentwicklung. Darauf aufbauend ist mittlerweile, gefördert durch Reckitt, das umfassende Curriculum „Sexuelle Bildung für das Lehramt 2.0“ entstanden. Es zielt auf die Verankerung der Themen Sexuelle Bildung und Prävention von sexualisierter Gewalt im Lehramtsstudium und im Referendariat. Das Curriculum – mit einer umfassenden Handreichung – findet sich unter www.sebile.de.
  • Forschungsergebnisse zur Verankerung der Wissens- und Kompetenzentwicklung zu den Themen Trans- und Intergeschlechtlichkeit in den Bildungslehrplänen und Curricula von Ausbildungs- und Studiengängen relevanter Sozial- und Gesundheitsberufe konnten durch eine Förderung durch das BMFSFJ gewonnen werden. Ein Überblick finden sich in einem fokussierten Policy-Paper.
  • Interkulturelle und intersektionale Aspekte Sexueller Bildung wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Burgenlandkreis im südlichen Sachsen-Anhalt untersucht, ein Curriculum entwickelt und eine kontinuierliche Fortbildungstätigkeit etabliert. Zwei Handreichungen sind frei zugänglich (Handreichung 1 und Handreichung 2), ebenso ein Mitschnitt der Bundeskonferenz.

[2] „Grenzen achten“: Forschungen zu sexueller Selbstbestimmung und sexualisierter Gewalt

[3] Forschungen zu biologischen und medizinischen Geschlechtertheorien